Giesen unterliegt Seriensieger beim LigaCup

Spannend bis zum letzten Punkt verlief das Finale des Volleyball LigaCups 2026 zwischen den Gastgebern der Helios GRIZZLYS Giesen und dem amtierenden Deutschen Meister, den BERLIN RECYCLING Volleys, doch auch dieses Jahr behielt der Dauersieger des Liga-Vorbereitungsturniers seine weiße Weste und kürte sich zum 5-fachen Seriensieger beim 3:2-Erfolg (27:25, 23:25, 25:20, 26:28, 15:13). Markus Steuerwald präsentierte seine Mannschaft vor einer Rekordkulisse in Hildesheim und führte diese direkt in ihr erstes nationales Finale, indem sie den Berlinern unerwartet große Gegenwehr lieferte. „Erstmal sind wir natürlich froh, dass wir gewonnen haben, weil das ein richtig harter Kampf hier in dieser hitzigen Halle war“, meinte der Berliner Mittelblocker Florian Krage-Brewitz nach dem Finale und zollte dem Publikum Respekt, 5320 Zuschauer waren es über die drei Turniertage am vergangenen Wochenende. Von den Fans zum wertvollsten Spieler wurde aber kein Berliner gewählt, sondern Lars Migge von den Gastgebern. Berlin-Coach Andrea Anastasi freute sich über den gelungenen Start: „Drei Spiele hintereinander, das war wirklich schwierig. Die Jungs waren müde. Ich bin wirklich glücklich, dass wir das geschafft haben.“ Trotz der bitteren Niederlage im knappen Tiebreak war Carl Möller, Mittelblocker der GRIZZLYS, positiv gestimmt: „Es war eigentlich ein ganz gutes Spiel. Es war eng, es war spannend. Ich denke, bei uns hat man gesehen, dass wir gut reingekommen sind. Am Ende hat man auch fast jeden aus dem Team auf dem Feld gesehen. Das spricht für unsere Kadertiefe. Es war knapp, am Ende geht das Ding nach Berlin. Das ist natürlich bitter, aber nächste Woche sind sie wieder hier und dann versuchen wir es nochmal.“


Lüneburg verpasst Treppchen


Nach dem 3:0-Auftaktsieg am Freitag gegen Düren (25:22, 25:22, 32:30) folgte am Samstag eine kleine Standortbestimmung im Norden im Duell gegen die Gastgeber. Stefan Hübners Truppe unterlag mit 0:3 (17:25, 27:29, 23:25), wobei nach dem Kaltstart im ersten Satz die Lüneburger danach besser ins Spiel kamen, doch die formstarken Gastgeber behielten die Nerven. Im Spiel um Platz drei wurden die zahlreichen Zuschauer genauso wenig enttäuscht wie beim großen Finale: Nach fast drei Stunden Spielzeit sicherte sich der VfB Friedrichshafen den Platz auf dem Treppchen beim 2:3-Erfolg über die SVG (25:21, 24:26, 25:22, 27:29, 13:15). Zuspieler Santeri Välimaa der Lüneburger fand kritische Worte nach dem kleinen Finale: „Ja, das war ein hartes Spiel. Wir müssen besser zusammenspielen, aber das ist keine Entschuldigung für fast 50 Fehler und Bälle, zu denen niemand hingeht. Wir müssen einiges besser machen nach diesem Wettbewerb. Der erste Satz gestern war eine Katastrophe, auch wenn ich stolz darauf bin, wie wir im zweiten und dritten Satz jeweils zurückgekommen sind. Da haben wir auch keinen überragenden Volleyball gespielt, aber da haben wir das Spiel offengehalten. Am Ende war Giesen da das bessere Team und steht zu Recht heute im Finale.“ Lockerer im Gespräch war hingegen Außenangreifer Jonas Van Huizen vom VfB: „Es war ein sehr unterhaltsames Spiel. Wir hatten ein paar Änderungen in der Aufstellung, ein paar Jungs haben erst nach einer Verletzung wieder spielen können. Wir haben heute eine große Moral bewiesen. Wir sind teilweise nach großem Rückstand zurückgekommen und haben gewonnen. Und das ist ein wichtiges Learning für uns, dass wir dazu in der Lage sind.“


Auch im Spiel um Platz 5 fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung: Ludwigsburg unterlag letztendlich trotz 1:0- und 2:1-Führung Freiburg beim 2:3 (25:21, 19:25, 25:14, 23:25, 13:15).
Düren erreichte mit seinem ersten Sieg beim Turnier mit 3:1 (22:25, 25:15, 25:18, 25:22) am Sonntagmorgen gegen die Energiequelle Netzhoppers KW den siebten Platz.

Seriensieger BERLIN RECYCLING Volleys beim LigaCup-Erfolg 2026 - Bild: Justus Stegemann