Die letzte Trainerausbildung dieses Jahr hat gestartet. Ganz am Ende des Jahres, wenn die meisten Ausbildungen bereits durchgeführt sind und viele neue Trainerinnen und Trainer ausgebildet werden konnten, startet immer noch ein Lehrgang, den viele so gar nicht kennen: Die C-Trainer Ausbildung der Freiwilligendienstleistenden aus Niedersachsen unter der Leitung von Stefan Drews!
Vom 21. bis zum 25. September hieß es für die Freiwilligendienstleistenden: Taschen packen und ab nach Melle! Beim Einführungsseminar warteten fünf intensive Tage voller Volleyball, neuer Erfahrungen und vor allem ganz viel Praxis auf die Gruppe.
Los ging es am Montag zunächst mit dem Wichtigsten: ankommen und kennenlernen. Schließlich verbringt man nicht nur eine komplette Seminarwoche miteinander, sondern begegnet sich auch im Laufe des Freiwilligendienstes immer wieder. Nach den ersten organisatorischen Punkten ging es deshalb darum, Namen zu lernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und als Gruppe langsam warm zu werden.
Lange gemütlich im Seminarraum sitzen war allerdings nicht angesagt. Schon am ersten Tag stand eine Frage im Mittelpunkt, die die Gruppe durch die gesamte Woche begleiten sollte: Was macht eigentlich einen guten Trainer oder eine gute Trainerin aus?
Die ersten Antworten darauf konnten direkt in der Halle gesucht werden. Mit Aufschlag und Annahme standen zwei grundlegende Volleyballtechniken auf dem Programm. Dabei ging es nicht nur darum, die Techniken selbst zu beherrschen. Viel wichtiger war die Frage: Wie bringe ich sie eigentlich jemand anderem bei?
Vom Mitmachen zum Selbermachen
Am Dienstag wurde es dann ernst: Wie baut man eigentlich eine gute Trainingseinheit auf? Welche Rolle nehme ich als Trainerin oder Trainer ein? Wie erkläre ich eine Übung so, dass am Ende auch wirklich alle wissen, was sie tun sollen?
Nach der Theorie folgte ziemlich schnell die Praxis. Übungsformen zu Aufschlag und Annahme wurden ausprobiert bevor die FWDler schließlich selbst ranmussten. Bei den ersten Lehrproben zu zweit wechselte die Perspektive. Plötzlich stand man nicht mehr einfach als Teilnehmerin oder Teilnehmer in der Halle, sondern selbst vor der Gruppe.
Übungen erklären, organisieren, beobachten, korrigieren und gleichzeitig den Überblick behalten – die FWDler haben schnell gemerkt, dass das leichter gesagt als getan ist! Um diese wertvolle Erfahrung zu sammeln, stehen die Lehrproben auf dem Tagesplan. Ausprobieren, Feedback bekommen und es beim nächsten Mal ein Stück besser machen. Auch der Umgang mit Bewegungsfehlern spielte dabei eine wichtige Rolle.
Nach den ersten Lehrproben zu zweit folgte die nächste Herausforderung: alleine vor die Gruppe.
In den Solo-Lehrproben waren die FWDler selbst dafür verantwortlich, ihre Übung anzuleiten und die Gruppe mitzunehmen. Eine Situation, die für viele im Freiwilligendienst künftig zum Alltag gehören dürfte – egal ob beim Training im Verein, bei einer Schul-AG oder bei anderen Sportangeboten.
Dabei zog sich die Methodik des Techniktrainings immer wieder durch die praktischen Einheiten. Statt lange theoretisch darüber zu sprechen, wurden die methodischen Grundlagen direkt dort aufgegriffen, wo sie gebraucht wurden: in der Halle und anhand konkreter Übungen.
Am Abend wurde es dann etwas ruhiger. Beim „Brief an mich selbst“ konnten die Teilnehmenden festhalten, was sie beschäftigt, welche Ziele sie sich für ihren Freiwilligendienst setzen und was sie aus ihrer Zeit mitnehmen möchten.
Und während zu Beginn der Woche vielleicht noch die Frage im Raum stand, wie man überhaupt vor einer Gruppe eine Übung anleitet, konnten inzwischen immer mehr Erfahrungen gesammelt werden: Wie formuliere ich meine Erklärung? Wo stelle ich mich hin? Was beobachte ich? Wann greife ich ein? Und wie gebe ich Feedback?
Genau dieses Ausprobieren machte einen großen Teil der Woche aus. Nicht alles musste auf Anhieb funktionieren. Entscheidend war, selbst aktiv zu werden und aus den eigenen Erfahrungen zu lernen.
Nach vier vollgepackten Tagen durfte natürlich auch das gemeinsame Miteinander nicht zu kurz kommen. Beim Abschlussabend konnte die Gruppe den vorletzten Seminartag gemeinsam ausklingen lassen.
Hinter den FWDlern liegen nun fünf Tage mit viel Input und noch viel mehr Praxis. Vor allem aber hatten sie immer wieder selbst Verantwortung übernommen und sind zum Teil über sich hinausgewachsen.
Aus vielen einzelnen Freiwilligendienstleistenden war im Laufe der Woche eine Gruppe geworden, die gemeinsam gelernt, ausprobiert, gelacht und vermutlich auch das eine oder andere Mal improvisiert hat.
Mit vielen neuen Ideen, Erfahrungen und Kontakten im Gepäck ging es anschließend zurück in die Einsatzstellen. Jetzt heißt es: das Gelernte mitnehmen, eigene Erfahrungen sammeln und den Freiwilligendienst mit Leben füllen.
Wir freuen uns schon auf Mitte Oktober, wenn es ein Wiedersehen in Melle gibt!








