
Foto von: Justus Stegemann
Im vierten Anlauf hat die SVG Lüneburg ihren Finalfluch gebrochen und zum ersten Mal den Zoi DVV-Pokal gewonnen. Im Endspiel lieferte sich das Team von Stefan Hübner vor der Rekordkulisse von 12.508 Zuschauer:innen in der ausverkauften SAP Arena in Mannheim einen packenden Schlagabtausch auf höchstem Niveau mit dem Rekordpokalsieger Friedrichshafen und feierte am Ende einen knappen 3:2-Sieg (27:25, 21:25, 25:16, 21:25, 15:8). Es ist der erste Titel in der Vereinsgeschichte der SVG.
„Alle guten Dinge sind vier“, hatte Lüneburgs Trainer Stefan Hübner vor der Partie gesagt – und er sollte recht behalten. Nach vier Finalniederlagen – alle gegen den VfB Friedrichshafen – triumphierte sein Team erstmals im Endspiel und konnte am Ende den Pokal in die Höhe recken. Mehr als zwei Stunden lieferten sich beide Teams einen intensiven, spannenden und hochklassigen Pokalfight beim letzten Finale in der SAP Arena.
Die Partie begann komplett ausgeglichen, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Letztlich sicherten sich die Lüneburger knapp den ersten Durchgang. Auch in Satz zwei ging es hin und her, ehe sich diesmal die Friedrichshafener in der Crunchtime vorentscheidend absetzen konnten. Der dritte Satz ging etwas deutlicher an die SVG, wovon sich der VfB aber nicht aus der Ruhe bringen ließ und den Tiebreak erzwang. In diesem machten die Lüneburger von Beginn an mehr Druck und ließen keinen Zweifel daran, dass sie sich den ersten Titel der Vereinsgeschichte holen wollten. Als Daniel Gruvaeus direkt den ersten Matchball verwandelte, kannte der Jubel bei Spielern, Trainern und den zahlreichen Lüneburger Fans keine Grenzen mehr. Noch lange nach der Siegerehrung hallten „SVG“-Rufe durch die SAP Arena.

Foto: Kevin Mattig
„Es fühlt sich großartig an und ich bin auch ein bisschen erleichtert, endlich haben wir den Titel, dieser Verein und diese Leute haben den Pokal verdient. Ich freue mich wirklich sehr für uns und den Verein. Es war ein sehr gutes Spiel, wir haben den Zuschauern ein geiles Spiel geliefert“, sagte Lüneburgs Zuspieler Santeri Välimaa nach dem Sieg. Der Player of the Match war auch von der Stimmung in der SAP Arena begeistert: „Die Atmosphäre war fantastisch. Alle waren zwar ziemlich weit weg, aber man konnte den Lüneblock direkt neben dem Platz bei uns spüren, wir hatten eine wirklich großartige Unterstützung und die haben wir auch gebraucht.“
Auf der anderen Seite war die Enttäuschung nach dem verpassten 18. Titel für Friedrichshafen groß: „Es war ein super knappes Spiel, jetzt draußen zu stehen und zu feiern würde sehr viel Freude machen. Es war eine super geile Atmosphäre, jeder hatte Bock auf ein Volleyballfest und das haben wir geliefert“, sagte Louis Kunstmann nach der knappen Niederlage. „Es war ein sehr gutes Spiel, im fünften Satz haben wir den Start verpasst. Lüneburg hat heute ein bisschen besser angenommen und abgewehrt, das hat vielleicht den Unterschied gemacht.“
„Player of the Match“: Monika Brancuska und Santeri Välimaa
Bei der anschließenden Siegerehrung überreichten Benjamin Hermann, CEO von Zoi , und Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht die Medaillen an die Zweitplatzierten. Anschließend nahmen Roosa Laakkonen, Kapitänin des VfB Suhl LOTTO Thüringen, und Jesse Elser, Kapitän von der SVG Lüneburg, im goldenen Konfettiregen die DVV-Pokale von DVV-Präsident Markus Dieckmann und VBL-Geschäftsführerin Kim Oszvald-Renkema entgegen. Die Ehrung des Schiedsrichtergespanns übernahm Friedemann Bausch, Executive Vice President DEKRA Automobil GmbH Germany. Die „Player of the Match“, Diagonalangreiferin Monika Brancuska vom VfB Suhl LOTTO Thüringen und Lüneburgs Zuspieler Santeri Välimaa, wurden von Alexander Kaiser, Prokurist Strategische Partnerschaften FINN GmbH, ausgezeichnet.
Nach elf Jahren feierte das Zoi DVV-Pokalfinale mit zwei hochspannenden Fünf-Satz-Krimis vor Rekordkulisse einen gebührenden Abschied aus Mannheim. Am 27. Februar 2027 findet dann die nächste Auflage in der Kölner LANXESS arena statt. Tickets sind ab sofort unter dvv-pokal.de erhältlich.
Weitere Stimmen zum Spiel
SVG-Topscorer Ethan Champlin (21 Punkte): „Es fühlt sich unfassbar an, mein Team hat die ganze Saison sehr hart gearbeitet. Es war ein großer Kampf, fünf lange Sätze. Der Sieg fühlt sich unfassbar gut an, ich bin sehr glücklich für mein Team. Wir werden das jetzt mit unseren Fans ordentlich feiern.“
SVG-Kapitän Jesse Elser: „Unser Team hat eine Superkraft, nämlich unsere Verbundenheit, unsere Beziehungen. Wir haben eine überragende Energie, das hat uns heute geholfen.“
SVG-Trainer Stefan Hübner: „Ich definiere mich nicht über Titel, aber ich gewinne gerne. Ich freue mich, dass wir heute gewonnen haben und dass es unser erster Titel ist. Das ist ein unglaublicher Moment für den Verein und uns alle, für die Spieler, die Trainer und alle, die dazugehören. Es war ein enges, superintensives Spiel. Beide Mannschaften hätten es verdient zu gewinnen. Es war ein offener Schlagabtausch, das Momentum ist hin und her geschwankt. Wir sind dann sehr gut in den fünften Satz gestartet, das war wichtig.“
Auszug des Artikels vom DVV, mehr unter: https://www.volleyball-verband.de/de/redaktion/2026/februar/halle–svg-lueneburg-ist-dvv-pokalsieger-2026/





